Die 1. Blattgold-Sonderlegierung mit integriertem Marker, verifizierbar und dokumentierbar für Restaurierung und Denkmalpflege
Optisch kein Unterschied zu herkömmlichen Gold – jedoch mittels Röntgenfluoreszenz-Analyse zu unterscheiden
Das Ziel der Entwicklung von Aliénor war die Schaffung einer Goldlegierung, die den ethischen Grundsätzen der Konservierung und Restaurierung entspricht. Hierbei wird der Legierung ein spezieller Marker hinzugefügt: Indium, ein Schwermetall. Das Indium wird direkt in die Legierung eingeschmolzen ohne den traditionellen Herstellungsprozess zu verändern.
Dieser Marker ist mittels Röntgenfluoreszenz-Analyse (RFA) eindeutig nachweisbar. Dadurch lassen sich mit Aliénor vergoldete Objekte nachträglich identifizieren und präzise dokumentieren.
Gründe, die für die Verwendung von Aliénor sprechen:
• Integrität: Die physikalischen und optischen Eigenschaften entsprechen herkömmlichem Blattgold. Farbe und Glanz sind vergleichbar mit Rosenobel-Doppelgold 23,5 K und es lässt sich genauso gut verarbeiten.
• Nachweisbarkeit: Aliénor lässt sich mit nicht-invasiven Analysemethoden nachweisen (Röntgenfluoreszens-Analyse). Probeentnahmen sind nicht nötig. Das Objekt bleibt unbeschädigt.
• Langlebigkeit: Aufgrund der hohen Karatzahl, 23,5 K, oxidiert Aliénor nicht und ist für den Innen- und Außenbereich geeignet.
• Dokumentation: Die Verwendung von Aliénor ermöglicht eine eindeutige Dokumentation und Datierung von Restaurierungseingriffen an historischen Objekten.
Aliénor (23,5 K)
Eine Goldlegierung – drei Produktvarianten
Erhältlich in 3 Varianten:
• Blattgold: hauchdünne Goldblätter im Heft, wie gewohnt, in lose und transfer. Geeignet für Poliment- und Ölvergoldungen im Innen- und Außenbereich.
• Muschelgold: fein gemahlenes Blattgold, gebunden mit wasserlöslichem Gummi Arabicum. Geeignet als Goldfarbe zum Malen, Schreiben (Kalligrafie), für Verzierungen in der Buchmalerei oder in der Restaurierung zum Ausbessern von Blattvergoldungen.
• Illuminationsgold: fein gemahlenes Blattgold, feiner als Pudergold. Ohne Bindemittel. Wird mit einem wässrigen Bindemittel je nach Anforderung gebunden und direkt verwendet. Das Besondere: Die Vergoldung lässt sich nach dem Trocken mit einem Achatstein hochglänzend polieren, besonders bei der Verwendung von Gelatine als Bindemittel.
Das Projekt Aliénor wurde 2012 durch die Restaurierungswerkstätten des Louvres in Paris (Centre de recherche et de restauration des musées de France) ins Leben gerufen. In Zusammenarbeit mit der französischen Goldschlägerei Dauvet konnte diese Sonderlegierung ab 2015 zur Marktreife entwickelt werden. Seit 2019 führt die Schwabacher Blattgoldschlägerei Eytzinger dieses für die Restaurierung bedeutende Projekt fort.
Aliénor wird schon bald im Blattgold 24 Shop erhältlich sein. Bis dahin nehmen wir Bestellungen gerne auf Anfrage entgegen – einfach per E-Mail an gold@eytzinger.com oder über unser Kontaktformular.